Reiseberichte
Asien 2010-Live dabei!

Asienreise 2010 - Live Dabei!
Unsere "Globe-Trotterinnen" direkt vor Ort!
- Manila Welcome (Capiz), Philippinen
- Capiz Shell (Capiz), Philippinen
- Yandoc (Acaciaprodukte), Philippinen
- Craft Link (Schals, Bambusschalen), Vietnam
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Hier berichten Monika und Greta für Sie direkt vor Ort über ihre Begegnungen und Erlebnisse.
H a l l o an Greta & Monika Herbst,
Chiangmai ist eine alte Universitätsstadt im Norden mit über 200 Tempeln, einer Altstadt und viel historischem Gemäuer. Wieder Nationalfeiertag, tropische Schwüle, viele wunderschöne Tempel und ausgedehnte Kunsthandwerksmärkte.
Wir haben Zeit, vor unserer Verabredung, einen ersten Eindruck zu sammeln und die exotische Umgebung zu genießen.
Die sprachliche Verständigung ist die größte Schwierigkeit.
Die Englischkenntnisse in der Bevölkerung sind sehr eingeschränkt. Komplizierte Inhalte zu diskutieren, ist nicht einfach, das gilt auch für die Organisationen und Betrieben, mit denen wir Kontakt hatten.
Oft liegt es an unserer Aussprache oder der des Gegenübers, dass es zu Missverständnissen kommt. Zischlaute gibt es im hiesigen Sprachvermögen z.B. gar nicht und manche Konsonanten werden einfach verschluckt. Man muss schon sehr genau hinhören, um alles zu verstehen. Man muss auch immer damit rechnen, dass man selbst nicht verstanden wurde, aber trotzdem ein freundliches Nicken erhält.
Geduld und keine Wunder erwarten ist wohl die beste Strategie.
Was ist hier so ganz anders, als wir es kennen? Vieles natürlich, unter anderem das:
- Der Baustil in den Außenbezirken von Hanoi: Neobarock, hohe schmale Häuser mit Türmchen, Erkern, Kuppeln, Säulen, Balustraden im gelbweißen Zuckerbäckerstil.
- Die Männer: haben lange gepflegte Fingernägel, sofern sie nicht harter körperlicher Arbeit nachgehen.
- Die Taxen: haben einen Flachbildschirm im Mittelraum, damit der Gast auf der Rückbank ja keine Folge seiner Lieblings Soap verpasst.
- Die Straßenrestaurants: mobile Küchen, stapelbare Plastikhockerchen und niedere Tische, die im Handumdrehen aufgebaut und beliebig erweitert werden können, wenn die Zahl der Gäste zunimmt. Nach vollbrachtem Mahl werden die Reste unter den Tisch gekehrt. Am Ende des Abends kehrt man dann den Gehweg.
- Das Seafood: Schnecken, Muscheln, Krebse werden lebend vorgehalten bis der Gast bestellt. Es krabbelt und zappelt in den Körben und Wannen der Straßenküchen.
In der Van Mieu Strasse, gegenüber dem berühmten Literaturtempel liegt das Büro und 2 von 3 Läden, die Craft Link in Hanoi betreibt. Thuyet , Exportmanagerin, ist für uns da, da Lan (General Managerin) gerade ihren zweiten Sohn bekommen hat. Wir lassen unsere Glückwünsche und ein Geburtsgeschenk (Spieluhr) für den Neuankömmling da.
Thuyet erzählt von den Anfängen 1996, den beengten, räumlichen Verhältnissen, der einfachen Ausstattung, den Besuchen bei den Produzenten mit dem Motorroller, dem Sparzwang in allen Bereichen. Craft Link musste sich von Anfang an aus eigenen Mitteln finanzieren, es gibt bis heute keine Zuschüsse von außen. Im Jahr 2002 beschäftigte Craft Link 10 MitarbeiterInnen , 2010 dreißig Menschen in der Organisation. Vor zweieinhalb Jahren konnte das heutige Gebäude mit modernem Showroom und hellen Büros bezogen werden.
66 Produzentengruppen werden von Craft Link koordiniert, ihre Produkte über die eigenen Läden und den Export vermarktet (20%/80% des Umsatzes).
Die Arbeit mit Behinderten ist ein weiteres Schwerpunktfeld von Craft Link. 25% der Produzentengruppen arbeitet mit behinderten Menschen. Zu Fuss machen wir uns von der Van Mieu durch enge Gassen zu einem Besuch in einem Produktions- und Trainingszentrum auf.
Wir betreten das Zentrum, das zu einem der renommiertesten in der Stadt zählt ( sieht man dem Bauzustand des Gebäudes nicht an) durch eine Art Wartezimmer. Dort sitzen Menschen aufgereiht auf Bänken entlang der Wand. Es sind Eltern und Verwandte von Behinderten, die hier nach Chancen für ihre Angehörigen nachfragen, Arbeit oder Ausbildungsmöglichkeiten suchen. Man kann sagen es ist eine Art informelle Arbeitsagentur.
Im Anschluss an das Wartezimmer wird für Craft Link genäht. Alle hier Beschäftigten sind hier ausgebildet worden und sollen auf ein Leben ausserhalb des Zentrums vorbereitet werden. Immer wieder wird betont, wie wichtig ein Ausbildungsberuf für behinderte junge Menschen ist. Das Zentrum erhebt keine Gebühren und wird von ehrenamtlichen Helfern im Ausbildungsbetrieb unterstützt. Einfache Unterkünfte stehen für auswärtige Lehrlinge zur Verfügung.
Vor 35 Jahren endete der Vietnamkrieg. Die meisten Behinderten sind direkte oder indirekte Opfer der Giftgaseinsätze der US Armee während des Vietnamkrieges. „Agent Orange“ verursachte entsetzliche Missbildungen bei Neugeborenen, bis in die 90er Jahre hinein reichen die direkten Geburtsschäden. Heute kommen noch behinderte Kinder von giftgasgeschädigten Eltern zur Welt.
Der Staat leistet nur in geringem Maß Hilfe. Es gibt einige Gewerbe, die nur behinderte Menschen vorbehalten sind, z. B der Verkauf von Lotterielosen. Von Bildung und Beruf sind behinderte Menschen meist ausgeschlossen, zumal die Arbeitslosigkeit auch für Nichtbehinderte groß ist.
Die Stadt liegt ganz im Grünen mit Seen und Teichen ringsherum. Das Klima ist angenehm, 24/25 Grad. Keine hohe Luftfeuchtigkeit.
Der erste Besuch nach Landung in Hanoi gilt der Textilwerkstatt von Craftbeauty, sie wird von dem Ehepaar Diep und Hoai (beide 33 Jahre alt) geführt und liegt am Rande der Großstadt Hanoi mit Blick auf den Roten Fluss.
In 2 Werkstätten gibt es Arbeit für 100 Menschen, 90% sind Frauen. Das Haus mit mehereren Stockwerken ist vollgestopft mit Stoffballen, Materialien, Kartonage, versandfähiger Ware.
Gleich am Eingang wird zugeschnitten und gebügelt, im nächsten stock wird an deutschen und japanischen Nähmaschinen gearbeitet.
In einer Werkstatt 10 Minuten entfernt arbeiten nur behinderte Frauen, die dort auch eine Unterkunft haben, da sie von außerhalb kommen und nur an den Wochenenden zu ihren Familien fahren.Für diese Frauen bedeutet Arbeit und Ausbildung vor allem eine Stärkung ihres Selbstvertrauens.
Das zentrale Anliegen von Craftbeauty ist es, den Handwerkerinnen einen guten, kontinuierlichen Lebensunterhalt zu gewährleisten, ihre Fähigkeiten zu erweitern, Produkt- und Managementkenntnisse und den Fairtrade Gedanken zu vermitteln. Craftbeauty ist Mitglied der WFTO und verkauft bislang an Fairtrade Organisationen in den USA und in England. Hier treffen wir auf gute Englischkenntnisse, muntere, sachverständige Leute mit gutem Gefühl für Design. Wir entwickeln einige Ideen zu modischen Accessoires und Kissenhüllen in Patchwork und Stickerei. Hunderte von Handwerkerinnen in den umliegenden Vierteln erhalten Stickaufträge und sind so Teil der Einkommensbildung durch Craftbeauty in der Region.


Wer kann schon von sich behaupten dreieinhalb Millionen in der Hand gehabt zu haben. Wir können das ! Wir fahren für 94.000 Dong Taxi, was ca. einem Wert von 4 Euro entspricht. Als Autofahrer ist man in Ho Chi Minh City ein echter Aussenseiter, hier gibt es Millionen von Scootern, wie Heuschreckenschwärme oder Ameisenstrassen bewegen sie sich durch die Stadt. Es gibt zwar Zebrastreifen und Ampeln, die werden aber von den meisten Verkehrsteilnehmern übersehen. Wir üben, heil über die Straße zu kommen und der Tipp, sich im Schneckentempo vorwärtszubewegen, klappt, links und rechts flitzt der Verkehr vorbei und wie ein Wunder haben wir die andere Straßenseite erreicht.
Ein Erfolgserlebnis, und wir wissen schon, wir lieben diese Stadt.
Auf den Straßen wird gekocht und gegessen, man sagt, die eine Hälfte der Bevölkerung kocht, die andere isst. In den Strassen wird gekauft, verkauft, Körperpflege betrieben: Maniküre, Pediküre, Friseur oder Entlausung. Neben Resten kolonialer Architektur, heruntergekommene Wohnhäuser und ultramoderne Skyscraper. Neben der Garküche, first class Boutiquen und Restaurants. Eine Stadt voller Leben und voller Widersprüche. Und überall ist rot geflaggt mit gelbem Stern.

Das Einchecken in Manila geht sehr langsam, ein Streik des Flughafenpersonals der Philippine Airlines ist für denselben Tag angekündigt worden. Wir haben Glück und bleiben nicht gegrounded.
Capiz Shell ist ein weiteres Familienunternehmen und hat ebenfalls ein Generationenproblem. Hier haben viele etwas zu sagen. Alle sind sehr nett und freundlich, aber die Organisationsstruktur ist verwirrend. Es dauert ein bisschen, bis wir das Who is who der vielen „Chefs“ verstanden haben.
Dennoch ist Capiz Shell seit den 70er Jahren mit ihren Produkten am Markt und mittlerweile im Stadtteil der wichtigste Arbeitgeber.
Wir erleben hier, wie ein Lotuskerzenhalter entsteht. Alle Prozesse von der Rohmuschel bis zum fertigen Produkt halten wir auf Foto und Film fest. Mehrmals gehen wir von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz.
Vorbildlich sind die Maßnahmen zu Sauberkeit und Sicherheit im Betrieb.
Die Mitarbeiter haben eine kleine Einkaufsgenossenschaft gegründet. Eine Art kiosk verkauft auf dem Betriebsgelände Lebensmittel zum Großhandelspreis mit einem geringen Aufschlag. Der Laden öffnet in der Mittagspause.

Essen und Trinken beim Chinesen – eine Kulturstudie: Die Europäer: Messer und Gabel, wie man es kennt. Die Einheimischen: Löffel und Gabel, Löffel immer rechts und Gabel zum Schieben, nicht zum Aufspießen. Die Inder: mit Fingern, wie sie es kennen. Die Chinesen: mit Stäbchen natürlich. Die Jugend mit dem Löffel inder Faust zum Schaufeln und der Nase am Tellerrand, wie die Amerikaner.
Hannah hat 2006 die Textilwerkstatt von ihrer Mutter Adora Blanco übernommen. Beide Frauen haben viel Elan und Energie.
Adora hat vieles ausprobiert, von Sekretärin bis Bäckerin und hat schließlich den Textilbetrieb von einer Freundin übernommen. Jetzt ist sie 61. Die Werkstatt näht T-Shirts, Arbeitskleidung für die 11 Toyotafilialen der Stadt, Rettungswesten und vieles mehr. Die Margen sind knapp, die Bekleidungsbranche ist im Niedergang. Nach Abzug der Rohmaterialien bleiben 30-40% Aufschlag zur Deckung der Betriebskosten. Nicht genug. Sie wollen ihre Mitarbeiterinnen jedoch nicht verlieren, 6 bis 15 Familien hängen von ihnen ab.
So macht Hannah alles, vom Design bis zur Kundenaquise, Ausfahren der Ware, Einkaufen der Stoffe, Betreuen der Siebdruckabteilung. Erst seit 2009 sind sie in der neuen Werkstatt mit Näherei, Druckerei und Büro unter einem Dach, im Hof trocknen die bedruckten Stoffe.

Zwischen den Hallen ist viel Platz. Ein Hausprojekt für sieben Familien ist gerade am Werden. Vor dem nächsten Monsun, soll alles fertig sein.

Unsere Frage nach Kinderarbeit: es gibt sie noch, obwohl gesetzlich verboten. Verboten sind auch Betteln und die illegale Ansiedlung in den Slumgebieten. Gesetze richten aber gegen die Folgen der Armut nichts aus. Familien in den ländlichen Gebieten geben immer noch ihre Kinder als Hauspersonal in städtische Familien, wo sie zum Teil in sklavenähnlichen Verhältnissen leben, auch oft Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind. Auch auf den großen Fischfangkuttern und in kleinen Minen ist Kinderarbeit noch üblich. Haussklaven werden, wenn die Behörden von ihnen Kenntnis bekommen, in Erziehungseinrichtungen gegeben. Eine strafe für ihre „ Eigentümer“ gibt es nicht.
Slums gibt es in Manila im ganzen Stadtgebiet verstreut, an Flüssen, aktiven und inaktiven Eisenbahnlinien, an Ausfallstrassen und überall wo irgendwo eine Bretter- oder Blechhütte hinpasst. Oft türmt sich Stockwerk auf Stockwerk, ein Wunder, wie das Material zusammenhält. Dort zu leben, ist für uns unvorstellbar. Natürlich sind wilde Ansiedlungen verboten, was keinen kümmert. Einmal niedergelassen können die Bewohner nicht so einfach vertrieben werden. Bei der Umgestaltung des Bahnhofs wurden die Menschen umgesiedelt, aber am Stadtrand gibt es kein Einkommen, so dass viele wieder den Weg in die Stadt zurück angetreten haben.
Wir besuchen einen winzigen Familienbetrieb, wo auch schon unsere erste Bestellung für Weihnachtsschmuck läuft.
Wir werden im Haus des Bruders empfangen, im Untergeschoss, wo die die Schablonen aus holz, styropor, fiberglas oder tonkern hergestellt werden. Diese werden mit trockenem Wachs ausgerieben, dann mit in Reiswasser eingeweichtes Papier (ähnlich tapetenkleister) ummantelt. Bis zu 12 Lagen Zeitungspapier werden aufgebracht. Das Ganze trocknet dann mehrere Stunden, am besten an der Sonne. Die Form wird bis auf die Schablone mit einem Cutter in 2 Hälften geschnitten. Es bleibt die hohle äußere Hülle, die wieder zusammengesetzt wird, mit einem Streifen Fiberglas und weiteren Lagen Papier stabilisiert wird, bei kleineren Artikeln arbeitet man mit resinharz. Eddy ist der Schnitzer, sein Bruder der Painter, es gibt einen Schablonenmacher und mehrere Frauen, die außerhalb in ihren Familien die Schablonen ummanteln.
Wir bekommen in der 1. etage ein wunderbars Mittagessen, Eddy ist furchtbar aufgeregt, ob uns das essen schmeckt. Es gibt Gemüsenudeln, Tilapia aus dem See, der bei Hochwasser fast bis ans Haus reicht, Pizza, Reis mit einer Gemüse-Rindfleischsuppe und natürlich Coca Cola.
Eddy arbeitet nur am Wochenende in seinem eigenen Geschäft und kommt nur 1 oder 2mal von Manila nach Hause, der Weg von 75km ist zu lang, man steht stundenlang im stau.
Grüße Monika und Greta

Heute haben wir unerwartet frei.
Wir machen Sight Seeing, d.h. das Touristenprogramm in die ehemalige spanische Festung intramuros, es stehen noch die Mauern. Wir begegnen dem Nationalhelden Dr. Rizal in Form von Statuen, Portraits, seinen Schriften, seinem Gedicht, das er vor seiner Hinrichtung geschrieben hat, seiner Gefängniszelle. Ein Studium in Heidelberg verbindet ihn mit Deutschland. Er war Mediziner und Intellektueller, spanisch-philippinischer Herkunft, er ist einer der geistigen Väter der Unabhängigkeitsbewegung. Rest bitte im Geschichtsbuch nachlesen. Wir verzichten auf die Besichtigung des Mobiliars von Dr. Rizal und werfen lieber einen Blick über den Pasig River hinüber auf Chinatown.
Noch ein spanisches Relikt: wir erleben eine Hochzeit in der Kathedrale. Die männliche Hochzeitsgesellschaft trägt transparente Überhemden aus Ananasfasern. Diese gehen auf die spanischen Besatzer zurück, die Angst vor Übergriffen hatten und die Bevölkerung transparente Hemden tragen ließ, so dass keine Waffen am Körper unbemerkt blieben. Heute sind diese Hemden enorm teuer und für Männer bei festlichen Anlässen ein unbedingtes Muss.
Grüße Monika und Greta

Heute waren wir bei Manila Welcome, über die wir unsere Capiz-Produkte bekommen. Ein neues gebäude mit Airconditioner, einem großen Showroom und einer großen Halle, wo die Bemalung und das Verpacken stattfinden. Der Tag war ganz fruchtbar. Die junge Chefin von Manila Welcome hat ihr bestes gegeben, uns alle Innovationen in ihrem neuen Gebäude zu zeigen, von der Feuerleiter, über die Markierung der Fluchtwege bis zum Erstehilfekasten und den 3 (!) Ruheräumen für die Damen. Dennoch ist es mit knapp 20 leuten noch eine kleine Firma.
Am Nachmittag eine Fahrt Richtung Tabagay: inländliche Umgebung mit Ananasfeldern und Kokospalmhainen. In idyllischer Lage, die Corner Pottery, eine winzige Werkstatt mit 4 Mitarbeiterinnen. Sehr motiviert, engagiert und Feuer und Flamme. Interessante Diskussionen zum Thema Fair Trade, das in den Philippinen allzu oft mit Subvention und Ineffizienz assoziiert wird.
Heute konnten wir einen kleinen Eindruck bekommen, wie schön das Umland von Manila ist. Morgen ist wieder Stadttag und Müssiggang, denn unsere Verabredungen sind auf Sonntag verschoben worden.
Grüße Monika und Greta


Hallo Ihr Alle,
wir sind nach einem langen Flug in Manila angekommen. Es sind 35 Grad, sehr feucht und viel wind. Der erste Eindruck hat sich noch nicht gefestigt, viel Verkehr, moderne Stadt, noch ohne Gesicht. wir sind in Santa Rosa, ca 45km südlich untergebracht, hier werden wir morgen Manila Welcome besuchen.
Hier macht man nichts zu fuss, alle sind mit Auto, Taxi, Tuktuk oder Jeepney unterwegs.
Jeepneys entstanden nachdem die Amerikaner das Land verlassen hatten. Die zurückgelassenen Jeeps wurden zu Transportbussen ausgebaut, ein langes Chassis mit seitlichen Sitzbänken nimmt die passagiere auf. Jeepneys sind farbenfroh und individuell gestaltet, seitlich auf gelbem Hintergrund sind die Fahrziele angeschrieben. Der Transport ist preiswert. Heute kommen die Jeepney-Nachbauten aus Japan und werden in den Philippinen poppig aufgemotzt, die Aufbauten sind aus Aluminiumblech, es muss ganz schön heiß im Wageninneren sein.
Daneben gibt es für die Kurzstrecke das Tricycle, das Dreirad entweder als Motorrad mit beiwagen auf der einen und einer Sitzbank hinter dem Fahrer auf der gegenüberliegenden Seite, Transport von 6 Personen plus Gepäck, oder das Tricycle als Fahrrad auf dem 2 Menschen unter dem Sonnenschirm Platz finden. Hier teilt man sich den Fahrpreis und man kann für 4 peso mitfahren, ist das Fahrzeug jedoch nicht besetzt, zahlt man für die fehlenden Fahrgäste mit.
Grüße Monika und Greta
